2017: 3116 ertrunkene im mittelmeer
3116 menschen sind laut IOM 2017 im mittelmeer ertrunken, weniger als 2016, da waren es über 5000. diese zahlen sind nur annäherungswerte, immer gibt es vermisste, ungenauigkeiten, unklarheiten über den verbleib einzelner menschen. wir mitteleuropäer stehen dieser zahl fassungslos, verständnislos, aber auch zunehmend emotionslos gegenüber. zur passio 2018 liegen die zählhölzer auf dem boden des lutherturms in der kölner südstadt, das projekt wird 2019 fortgeführt.





helden des augenblicks
bilder, die an menschen und momente erinnern – sie verblassen mit dem verschwinden der abgebildeten und der betrachter, für nachfolgende generationen werden sie bedeutungslos. fotoalben auf trödelmärkten bergen erinnerungen und erzählungen fremder familien und ermöglichen den blick auf stereotypen der besonderen augenblicke, auf freude, bedeutsamkeit und vergänglichkeit.






waschzwang global II
neue motive zeigen ungewöhnlichere wäschetrocknungsstrategien, abhängig von lokalen gegebenheiten. hierzu werden den wäschesilhouetten teils umgebungsdetails zugefügt.
die büstenhalterleine aus neuseeland bekleidet eine gewisse ausnahmestellung, sie war ausdruck von frauensolidarität, mithin eine politische bekundung.



totes kind. toter hund. 5082 ertrunkene im mittelmeer 2016
5082 menschen sind 2016 im mittelmeer ertrunken, so viele wie nie zuvor. die gleichgültigkeit der mitteleuropäer dieser zahl gegenüber ist skandalös. um das grauen zu visualisieren und die ungeheure zahl der toten greifbar zu machen, zeige ich in einer installation eine fotomontage und 5082 streichhölzer in 5er-packs auf dem boden der ausstellungsräume, analog zu der art, wie strafgefangene ihre kalenderführung an der zellenwand markieren. dass die achtloseren unter den besuchern die fragile stolperfalle mit füßen treten, ist teil der aktion.


deutschlandbunker 2017
elisabeth selbert – eine der vier „mütter des grundgesetzes“ - setzte maßgeblich und gegen heftigen widerstand die aufnahme des artikel 3 abs. 2 „männer und frauen sind gleichberechtigt.“ in das bundesdeutsche grundgesetz durch. dadurch legte sie den grundstein für eine kompromisslose, auch in die bürgerlichen bereiche hineinwirkende gleichberechtigung der geschlechter. meine installation erinnert an ihr wirken und stellt zugleich kritische fragen an unser aktuelles frauenbild.




bergwelten 2.0
müllgebirge und zivilisationsschrott formen neue kulturlandschaften – faszinierende formen und reizvolle ansichten entstehen  und visualisieren gleichzeitig die kehrseite der überflussgesellschaft.





urban - urbar in frankfurt
parallel zur ausstellung in der frankfurter eulengasse im februar entstand das arbeitszimmer in der bockenheimer warte. Die exotisch anmutende architektur der weiß-goldenen säulen forderte eine intervention geradezu heraus.





menschennest
surreale variation über das thema urban-urbar, weitere gestaltung und bewohnung des öffentlichen raums, hier am breslauer platz in köln. später installation mit nest und fotografien im hochbunker ehrenfeld zu „gimme shelter“. letzter auftritt und verbrennung im atrium der lutherkirche in der kölner südstadt.





manheim-neu
das alte dorf manheim wird den braunkohlebaggern geopfert. stattdessen ensteht westlich von kerpen manheim-neu eine ansiedlung von eigenheimen ohne gewachsenen grundriss, ohne herzstück, geplant am reißbrett. versteckte details zeugen von fernweh.



urban - urbar in berlin
in zusammenarbeit mit der berliner künstlerin jutta barth errichtete ich ihr atelier auf dem vorplatz des neuen kunstforums. diese arbeit wurde teil der ausstellung „verortung des ichs“ in berlin beim vbk




natures
die intensive begegnung mit der natur neuseelands inspirierte diese s/w-serie, um die überwältigende formensprache, die unterschiedlichen blattstrukturen, rindenmuster und das flirrende spiel von licht und schatten grafisch zu abstrahieren.




u-bahn-kathedrale der neuzeit
am kölner heumarkt befindet sich diese u-bahn-station, für die zukunft gebaut und in der gegenwart futuristisch und überdimensioniert anmutend – mein beitrag zum orwell-huxley-projekt „big brother’s brave new world“.




mensch und arbeit
mensch und arbeit – von m.baerens und mir kuratiertes ausstellungsprojekt 2014, inspiriert von der berühmten edward-steichen-sammlung the family of man im rahmen der internationalen photoszene köln. mein beitrag.




urban - urbar … neue orte
das projekt geht weiter. ein badezimmer am rudolfplatz, eine bescherung vor der universitätsbibliothek und ein ganz besonderes wohnzimmer in der kunst-trash-landschaft von odonien… alles ist möglich.


spurensuche ostdeutschland II
orte an denen gelebt, gearbeitet und gelacht wurde, finden sich heute verwaist, verlassen und verrottet - aufgegeben. die menschen sind fort, haben ihre spuren hinterlassen, einen hocker, ein verschrottetes auto, zigarettenkippen – dinge und orte, auf die sich mein blick fokussiert hat. ziel ist das festhalten ihrer speziellen atmosphäre für die zeit nach ihrem verschwinden.



spurensuche ostdeutschland
im äußersten westen der republik aufgewachsen, war der osten ein weißer fleck, fremd, gleichgültig. die spurensuche beginnt jetzt, schwarz-weiß, analog, quadratisch mit einer rolleiflex compur von 1938. die langsamkeit des mediums erlaubt gedankenspiele zur geschichte vereinsamter orte. das plattenbau-werk dessau z.b. – modernes pompeji einer untergegangenen gesellschaftsform.



stasi-gefängnis hohenschönhausen
privatheit - menschliche intimität - zuhause - die themen meiner fotografischen arbeit -  finden hier nicht statt. an ihrer stelle steht ein perfektes system der überwachung, moderne folterkammern, dazu angelegt, menschen zu brechen, ihnen das menschlichste zu verweigern.



maskerade
die metamorphose eines menschen durch maskerade in ihren 40 einzelnen etappen fotografisch dokumentiert eröffnet einen neuen blick auf die wirkung von schminke und falschen haaren - es verändert sich mehr als die äußere erscheinung - es verändert sich die gesamte ausstrahlung, der mensch wird zu einem anderen.




urban - urbar
urbanes umfeld erspüren und neu inszenieren, subjektiv urbar machen, bühnenbilder im öffentlichen raum erschaffen und dem betrachter neue sichtweisen eröffnen - die temporär reale performance wird als fotografie zum dokument der möglichkeiten, die ein ort bietet.



schöner wohnen
das vorläufer-projekt, diverse inszenierungen privaten lebens an prägnanten orten in köln. von der bibliothek unter der bahnhofs-unterführung bis zur biergartendusche am aachener weiher, vom schlafzimmer im schatten des doms bis zur waschküche mitten im park... ,duoton.com.




waschzwang global
wäscheleinen im öffentlichen raum bilden eines der wenigen global verbindenden elemente des alltaglebens unterschiedlichster völker,
der blick auf die wäscheleinen in silhouettenhafter abstraktion bringt ähnlichkeiten aber auch spezifisches als pars pro toto ins bewusstsein.



einblick
fotografien aus den jeweiligen wohnräumen der mieter als außeninstallation an den balkonen einer wohnanlage der gag in köln als teil von plan06 – forum aktueller architektur, duoton.com.




zweiblick
fotoprojekt zum thema urbanes wohnen im rahmen von plan 08. menschen in ihrem persönlich gestalteten privatrefugium.
ausstellung in der auferstehungskirche, köln, duoton.com.